Seit einiger Zeit gibt es auf EU-Ebene eine Kennzeichnungspflicht für viele größere Haushaltsgeräte (z.B. Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Geschirrspüler, elektronische Backöfen, Beleuchtung etc.).
Schauen Sie beim Neukauf größerer Elektrogeräte kritisch nach dem Etikett der EU, dem Europäischen Energielabel, und lassen Sie sich gegebenenfalls das Datenblatt zeigen. Durch ein Farbsymbol und eine Einteilung in sieben Klassen von A bis G soll vermittelt werden, ob das Gerät ein Stromsparer oder ein „Stromfresser“ ist.
A steht in der Regel für den niedrigsten Verbrauch. Kaufen Sie nach Möglichkeit nur noch Geräte der Kategorie A, wobei die Verbrauchsunterschiede innerhalb dieser Gruppierung riesig sein können! Bei Gefrier- und Kühlschranken wurden daher zusätzlich zwei neue Kategorien eingeführt: A+ und A++. Bei Waschmaschinen gibt es offiziell (Stand: Juni 2006) noch keine zusätzliche Kategorie. Manche Hersteller kennzeichnen jedoch besonders sparsame Waschmaschinen eigenhändig mit der inoffiziellen Kategorie „A plus“, welches in der praktischen Anwendung nicht identisch ist mit dem EU-Label (A+). In den Geschäften wird z. B. bei Waschmaschinen das Gerät durch das EU-Label mit „A“ gekennzeichnet, durch den Hersteller irreführenderweise aber mit „A plus“. Zudem wird dieses „A plus“, nach Marktbeobachtungen der EWS vom Frühjahr 2006, bei Fünf-Kilogramm- Waschmaschinen nicht konsequent angewendet.
Achtung: Die Klasseneinteilung gilt jeweils nur für Geräte derselben Gerätekategorie. Ein direkter Labelvergleich zwischen zwei verschiedenen Systemen (z. B. zwischen Gefriertruhen und Gefrierschränken oder „No-Frost-“ und „Low-Frost-Geräten“) kann irreführend sein.
So geht das EU-Energielabel bei Gefrierschränken davon aus, dass ein No-Frost-Gerät gegenüber dem sonst baugleichen Low-Frost-Gerät grundsätzlich rund 20 Prozent mehr Strom verbraucht. Beide Geräte kommen dann in die gleiche Labelkategorie (z. B. A+). Wenn das baugleiche No-Frost-Gerät aber nur zehn Prozent mehr Strom verbraucht als das Low-Frost-Gerät, passiert es in der Praxis, dass trotz eines höheren Stromverbrauchs der „No-Frost-Gefrierschrank“ eine bessere Einstufung (z. B. A++ statt A+) bekommt. Deshalb sagt die Verbrauchsangabe häufig mehr aus als die EU-Klassifizierung.