Atomenergie
Strom aus dem Kernkraftwerk
Die Stromerzeugung in Kernkraftwerken liegt in Deutschland derzeit bei rund 30%. Der Strom in einem Atomkraftwerk wird durch eine kontrollierte Kernspaltung erzeugt. Durch die Wärmeerzeugung bei der Kernspaltung wird Wasser erhitzt und der entstehende Dampf auf eine Dampfturbine geleitet, in der elektrischer Strom erzeugt wird.
Der in Deutschland politisch beschlossene Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie macht den Bau neuer Kraftwerke nötig. Diese neuen Kraftwerke werden überwiegend Grundlastkraftwerke sein, die mit Kohle betrieben werden.
Die Preise für diese Energieerzeugungsart sind schwierig zu bestimmen. Neben den direkten Kosten die beim Bau und Betrieb der Anlage entstehen ist der Rohstoff Uran ein wichtiger Kostenfaktor. Nicht zu kalkulieren sind Kosten, die durch die extrem langen Lagerungen der radioaktiven Abfälle entstehen können. Das Risiko bei Unfällen durch technische und menschliche Fehler oder bewusst herbei geführte Katastrophen, die zu weiträumigen Strahlenschäden führen können, ist nicht zu kalkulieren und führte zur Entscheidung, in Deutschland aus der Atomenergie auszusteigen.Radioaktive Abfälle der Atomenergie
Die Frage der Endlagerung der bei der nuklearen Nutzung entstehenden radioaktiven Abfälle ist noch nicht geklärt. In der Zwischenzeit, die durchaus bis 2020 dauern kann, werden die Abfälle in Nähe der Kraftwerke zwischen gelagert. Es werden in den nächsten Jahren zusätzliche radioaktive Abfälle aus den Wiederaufbereitungsanlagen in Frankreich und England erwartet, die nach den bestehenden Verträgen in Deutschland gelagert werden müssen.
