Glossar
Anschlusssituation
Gewerbliche Stromkunden werden in Zukunft separate Verträge über die Anschlusssituation der Verbrauchsstelle erhalten. In diesen Anschlussverträgen sind technische Details wie z.B. Anschluss und Messspannung, reservierte Leistung im Netz, Bestimmungen zu möglichen Baukostenzuschüssen zum Netzanschluss geregelt..
CO² Zertifikate
Der Handel mit dem Recht, Kohlendioxidemissionen zu produzieren. Da Energieerzeuger zu den größten CO² Erzeugern gehören, spielt der CO² Preise eine große Rolle beim Strompreis.
EEX
European Energy Exchange ist die europäische Strombörse in Leipzig, an der die Ware Strom gehandelt wird.
Energiepass
Der Energiepass beschreibt die energetische Situation (Gesamtenergieeffizienz) eines Gebäudes. Ab dem 1.1.2008 muss dieser Pass bei jedem Nutzerwechsel (neuer Bauherr oder Mieter) vorgelegt werden.
Grundlastkraftwerke
Grundlastkraftwerke arbeiten an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr. Sie decken den Grundbedarf der Energieerzeugung in Deutschland ab.
Jahresnutzungsdauer
Die Jahresnutzungsdauer in Stunden pro Jahr wird errechnet, indem der Stromverbrauch durch die Spitzenlast ( jeweils in kW/a) geteilt wird.
Jahresprimärenergiebedarf
Jährlicher Energiebedarf für Heizen, Lüften und Warmwasserbereitung. Dazu werden Energiegewinne und -verluste bilanziert. Ab sofort ist für Neubauten ein Höchstwert vorgegeben, abhängig von Nutzfläche und Volumen des Gebäudes.
Konzessionsabgabenoptimierung
Gewerbliche Kunden mit einem Stromverbrauch ab 30 Tsd. kWh / Jahr können unter bestimmten Bedingungen reduzierte Abgaben zahlen. Die Preisdifferenzen zum üblichen Abrechnungsmodus können bei bis zu 2 ct/kWh liegen. findhouse unterstützt Kunden bei der Optimierung der Preissituation auf Anfrage.
KWK-Kraftwerke
Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen nutzen die in Brennstoffen vorhandene Energie zur Strom- und Wärmeerzeugung. Beispielsweise ist eine Müllverbrannungsanlage die zum einen Strom direkt erzeugt sowie Wärme in ein Nah- oder Fernwärmenetz leitet eine KWK-Anlage.
Messsituation
Die Messsituation umfasst die Zählermietkosten, die tatsächlichen Messkosten und die Kosten bei der Übertragung der Messdaten. Die Zähler werden derzeit zumeist vom örtlichen Netzbetreiber eingebaut, gewartet und gegebenenfalls ausgetauscht. In den vom Stromlieferanten abgeschlossenen Rahmenverträgen mit den Netzbetreibern werden diese Kosten unter dem Begriff Messkosten zusammen gefasst.
Mindesteinspeisevergütung
Mindestvergütung für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien (Sonne, Wind, Wasser, Biogas usw.) in das öffentliche Netz. Die Höhe ist je nach Energieart unterschiedlich und gesetzlich geregelt.
Mindestwärmeschutz
Der Mindestwärmeschutz beschreibt die Mindestanforderungen an den Wärmeschutz von flächigen Bauteilen. Er dient der Verhinderung schädlicher Feuchteeinwirkungen auf den Baukörper und dadurch bedingter negativer Einflüsse auf das Raumklima eines Gebäudes.
Netzbetrieb
Regelmäßige Wartung und Erneuerung der Strom- und Gasnetze. Der Strom- bzw. Gasnetzbetreiber ist verantworlich für den ordnungsgemäßen Netzbetreib. Die Kosten legt der Netzbetreiber auf die Netzentgelte um, die als Mietkosten vom Nutzer verrechnet werden.
Netzentgelte
Der Nutzer von Strom- und Gasnetzen muss dem Betreiber des Netzes eine Miete zahlen. Die Höhe der Kosten ist durch Behörden reguliert.
Primärenergieträger
Primärenergieträger sind die Rohstoffe, die zur Erzeugung von Energie verwendet werden, z.B. Kohle, Uran oder Wind.
Standardlastprofil (SLP)
Das Standardlastprofil ist die Zeitreihe, die für jede Abrechnungsperiode einen standardisierten Leistungswert definiert. In Deutschland sind Standardlastprofile für Haushalte und Gewerbetreibende üblich. Die Gewerbelastprofile berücksichtigen dabei z.B. die Unterschiede im Stromverbrauch von Ladengeschäften und Diskotheken. Üblich sind bei Gewerbekunden ohne Leistungsmessung die Klasseneinteilung von G0 bis G6
Strukturierte Beschaffung
Die strukturierte Beschaffung von Strom geschieht durch die Kombination verschiedener Stromhandelsprodukte, die große Stromverbraucher (ab 50 GWh/Jahr) in Tranchen einkaufen, um die Risiken der Preisschwankungen zu reduzieren.
Thermische Kraftwerke
Kaftwerke, bei denen Uran, Kohle, Gas oder Öl zum Betrieb von Generatoren / Turbinen genutzt wird.
Transmissionswärmeverluste (Wärmebrücken)
Transmissionswärmeverluste sind Wärmeverluste, die sich durch die Wärmeleitfähigkeit der Gebäudehülle ergeben - diese Verluste lassen sich durch technische Maßnahmen reduzieren aber nicht vollständig verhindern.
