Elektroheizungen sind weder wirtschaftlich noch umweltfreundlich. Die Schadstoffe entstehen für den Verbraucher unsichtbar bei der Stromerzeugung in den Kraftwerken. Nach Untersuchungen u. a. des österreichischen Bundesumweltamtes und verschiedener Fachwissenschaftler wird durch den Betrieb von Elektroheizungen eine weit höhere Schadstoffbelastung (z. B. durch Kohlenstoffdioxid-Emission) verursacht, als durch Gas- und Ölheizungen.
Rund 22 Mrd. Kilowattstunden Strom werden jährlich in Deutschland in elektrischen Heizungen bzw. Heizsystemen verbraucht – die volle Jahresproduktion von zwei Atomkraftwerken. Heizen mit Strom erfordert ungefähr das Dreifache der Primärenergie gegenüber einer modernen Brennstoffheizung. Trotz der geringeren Anschaffungskosten einer Elektroheizung liegen andere Heizsysteme nicht nur in den Emissionen, sondern auch in der Gesamtkostenbilanz deutlich günstiger.
Auch die landläufige Meinung, dass Elektroheizungen nur den ohnehin produzierten Nachtstrom ausnutzen würden, wird durch die Tatsache hinfällig, dass es in der Praxis der Energieversorgung faktisch keine echten Nacht-Täler mehr gibt. Mit dem Einbau einer Elektroheizung wird also lediglich der Stromverbrauch gesteigert! Wer ein älteres Gebäude mit Elektroheizung renoviert, sollte – sofern möglich – unbedingt eine andere Heizungsart einbauen.
Und welches ist nun die wirtschaftlichste und umweltfreundlichste Heizung?
Wenn ein Gasanschluss vorhanden, aber keine Nahwärmeversorgung möglich ist, kann der Gas-Brennwertkessel für Ein- bis Zweifamilienhäuser sehr günstig sein.
Eine sinnvolle Alternative zur fossilen Befeuerung ist eine Holzpelletheizung, die umweltfreundlich und kostengünstig schon in Einfamilienhäusern betrieben werden kann. Letztlich kann aber auch eine Holzhackschnitzelanlage bei entsprechenden lokalen Bedingungen eine Investition wert sein.
Bei Einrichtungen, die einen hohen Wärmebedarf haben (Schulen, Hotels, Krankenhäuser), aber auch bei Mehrfamilienhäusern ist häufig ein Blockheizkraftwerk (Kraft- Wärme-Kopplung) empfehlenswert. Solarthermische Anlagen können als Heizungsunterstützung dienen, wenn vorher die Einsparmöglichkeiten ausgenutzt wurden.