Die durch Leerlaufverluste in den Privathaushalten und Büros vergeudete Strommenge entspricht der Jahresproduktion zweier größerer Atomkraftwerke wie Krümmel und Grundremmingen B. Diese Leerlaufverluste können zu einem großen Teil reduziert werden, wenn Verbraucher und Industrie dies wirklich wollen und entsprechende Geräte nachgefragt und produziert werden.
Der Bereitschaftsbetrieb bei einem Fernsehgerät führt nicht nur zu unnötig hohem Stromverbrauch, sondern stellt auch ein Sicherheitsrisiko dar (Überhitzungs- und Brandgefahr) und verkürzt die Lebensdauer der Geräte. Grundsätzlich gilt: Den Bereitschaftsbetrieb, wenn oder wann immer möglich, nicht nutzen!
Im Durchschnitt werden die Videorecorder in Deutschlands Haushalten nur rund eine Stunde pro Tag genutzt. Die restlichen 23 Stunden sind die Geräte in Bereitschaft. Ein Videogerät verbraucht insgesamt betrachtet deutlich mehr Strom in der Bereitschaftshaltung als in der wirklichen Nutzung. Kaufen Sie deshalb ein Gerät mit Stützakku, das nützliche Grundeinstellungen längere Zeit speichert. So können Sie das Gerät ohne Komfortverlust vom Netz trennen.
Bei Faxgeräten existieren extreme Unterschiede, denn es gibt Thermo- Druckgeräte, die im Stand-by-Verbrauch mit acht Watt recht viel verbrauchen, im Betrieb aber nur 16 Watt benötigen. Ein Laser-Fax z. B. kann im Stand-by-Betrieb zwei Watt verbrauchen und beim Empfangen von Faxen 125 Watt. In diesen Fällen ist die effektive Nutzung des Gerätes für den späteren Stromverbrauch von zentraler Bedeutung.
Beispiele für Verbrauchswerte im theoretischen Dauerbereitstellungsbetrieb (= 24 Stunden-Stand-by pro Tag), hochgerechnet auf ein Jahr:
- Warmwasserboiler 219 kWh
- Faxgerät 61 kWh
- Anrufbeantworter 26 kWh
- Fernsehgerät 35 kWh
- Tintenstrahldrucker ausgeschaltet, aber am Netz 23 kWh
- Videorecorder 44 kWh
Neue Empfangsgeräte für digitales Satelliten-Fernsehen verbrauchen in der ständigen Bereitschaftsfunktion zwischen 50 und 300 kWh pro Jahr.